IDAHOBIT 2026 - Solidarität verbindet. Unsere Existenz ist nicht verhandelbar.

Queere Communitys waren und bleiben widerständig.
Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- undTransfeindlichkeit erinnert an den 17. Mai 1990: An diesem Tag strich die World Health Organization Homosexualität aus der internationalen Krankheitsklassifikation. Ein historischer Schritt – möglich geworden durch Menschen, die sich organisiert und sichtbar für ihre Rechte gekämpft haben.
Diese Geschichte ist eng mit der HIV- und Aids-Bewegungverbunden. Queere Communitys haben in den 1980er- und 1990er-Jahren weltweitgegen Stigmatisierung, politische Untätigkeit und Diskriminierung gekämpft. Dabei ging es nicht nur um Solidarität, sondern auch um gesundheitliche Aufklärung und den breiten Zugang zu Prävention, Tests und Behandlung.
Doch heute erleben wir erneut einen besorgniserregenden Backlash gegen queere Rechte. Auch in Deutschland spitzt sich die Situation zu. Es sind besonders trans, nicht-binäre und intergeschlechtliche Menschen, die zunehmend in den Fokus politischer Angriffe und gezielter Desinformation geraten. So wird das mühsam erkämpfte Selbstbestimmungsgesetz wieder in Frage gestellt und die Rechte von trans Kindern und Jugendlichen angegriffen.
Die Folgen sind direkt spürbar: Anfeindungen und offene Gewalt machen den Alltag unsicher. Queerfeindliche Gewalttaten befinden sichauf einem Höchststand.
Nach den Landtagswahlenim Herbst könnte sich die gesellschaftliche Lage für LGBTQIA in Sachsen-Anhaltund Mecklenburg-Vorpommern noch weiter zuspitzen, schon heute sind etwaKürzungen von Förderungen für queere Projekte deutlich spürbar.
Der heutige Tag erinnert uns deshalb nicht nur an einen historischen Fortschritt, sondern daran, dass queere Rechte Menschenrechtesind, die aktiv verteidigt werden müssen.
Als TIAM und Deutsche Aidshilfe stehen wir solidarischzusammen – als Teil der Communitys, aus denen wirkommen und für die wir uns stark machen.
Für Sichtbarkeit. Für Sicherheit. Für Selbstbestimmung.


