“Ich möchte so gerne mein Leben in die Welt schreien“, Adele Haas - inter* im NS
Wann?: Freitag, 02.10.2026, 18 - 20 Uhr
Wo?: Frauenzentrum Weimar e.V., Schopenhauerstraße 21, 99423 Weimar
Wer?: Jako Wende, Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland
Zielgruppe: insbesondere für inter*, nichtbinäre und trans* Personen, offen für alle Interessierten
Sprache: Die Veranstaltung findet auf deutscher Lautsprache statt
Barrieren: Mehr Informationen folgen bald. Fragen oder Anliegen? Schreib und eine Email an empowerment@trans-inter-aktiv.org
“Ich möchte so gerne mein Leben in die Welt schreien“, Adele Haas - inter* im NS
Als inter* Person war sie im Nationalsozialismus massiver Gewalt ausgesetzt. Jako Wende wird uns am 02.10.2026 das Leben von Adele Haas im Frauenzentrum Weimar näher bringen – dafür hat Jako in zahlreichen Archiven recherchiert und Kontakt zu noch lebenden Verwandten und Nachbarn aufgenommen. Das Ziel des Vortrages ist es, Adele ihr Leben in die Welt schreien zu lassen. Dabei werden neben dem Forschungsstand zu der Verfolgung von inter* Personen im Nationalsozialismus auch weitere inter* Personen vorgestellt, die im Nationalsozialismus verfolgt worden sind.
„So könnte ich so viel schreiben, aber ich rege mich dabei so auf, denn ich darf nicht zurück denken, es ist mir heute wie ein Traum. Ich möchte so gerne mein Leben in die Welt schreien, und veröffentlichen aber dazu gehört Geld, und das fehlt bei mir, es ist doch bestimmt einmalig und interessant, garnicht zu glauben, es klingt wie ein Märchen, überhaupt das ich das ausgehalten habe, und noch lebe ein Wunder.“ schreibt Adele Haas am 28.03.1961.
Jako Wende forscht als nicht-binäre endo trans* Person zur Verfolgung von trans*, inter* und/oder gender nonconformen Menschen im Nationalsozialismus. Dabei findet Jako immer wieder neue Personen, die in der bisherigen Erinnerungskultur keinen Platz gefunden haben.
Diese Veranstaltung, die im Rahmen des Projekts „tin* Resilienz durch Gemeinschaft –trans* inter* und nichtbinäre Personen überregional in Verbindung“ von TIAMe.V. stattfindet, wird von der Stiftung Deutsches Hilfswerk/der deutschen Fernsehlotterie gefördert