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Fortbildung: Psychotherapeutische Arbeit mit gendernonkonformen, genderqueeren und trans*geschlechtlichen Personen und ihren Angehörigen

28. Oct 2021 // Leipzig / ggf. online

Fortbildung: Psychotherapeutische Arbeit mit gendernonkonformen, genderqueeren und trans*geschlechtlichen Personen und ihren Angehörigen

Fortbildung vom 28. – 30.10.2021

Dr. Gisela Wolf,
Dipl. Psycholog_in, Psychologische_ Psychotherapeut_in

Mari Günther,
Gemeindepädagogin, Systemische Therapeutin

Gendernonkonforme, genderqueere und trans*geschlechtliche Personen teilen in dieser Gesellschaft die Erfahrung, dass die Zuschreibungen, die aufgrund ihres Körpergeschlechts an sie gerichtet werden, nicht ihrem inneren Erleben und ihrer Geschlechtsidentität entsprechen. Da Geschlecht jedoch in dieser Gesellschaft eine hochrelevante Strukturkategorie darstellt, die in allen sozialen Beziehungen immer wieder angesprochen und mit Erwartungen ausgefüllt wird, stehen gendernonkonforme, genderqueere und transgeschlechtliche Personen immer wieder vor erheblichen Herausforderungen wie Gewalt, Diskriminierungen, Nicht-Anerkennen und Nicht-Gesehen-Werden. Diese machen es notwendig, dass diese Personen ihren Lebensweg immer wieder auch gegen erhebliche Widerstände gehen und einen Umgang mit Barrieren erarbeiten müssen, was zu biografischen Belastungen führen kann und es notwendig macht, spezifische Ressourcen zu entwickeln. Die Ausgestaltungsweisen von Geschlechtsidentität(-en) und Genderpräsentation(-en) einer Person überschneiden sich mit weiteren lebensweltlichen Merkmalen wie sozioökonomischen Status, Gesundheit, Behinderung, Herkunft etc. Dementsprechend ist die Berücksichtigung der Erfahrungen einer Person mit der je individuellen Positionierung in Bezug auf ihre unterschiedlichen Zugehörigkeiten entscheidend für ein Verständnis ihrer Erfahrungen und Umgangsmöglichkeiten damit.

In der Psychotherapie haben gendernonkonforme, genderqueere und transgeschlechtliche Klient_innen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Positionierung spezifische Versorgungsbedürfnisse. Damit erfordert die psychotherapeutische Begleitung dieser Menschen ein Wissen hinsichtlich rechtlicher, psychosozialer und medizinischer Umgangsweisen mit dem Thema, Selbstreflexion der Psychotherapeut_innen hinsichtlich der Bedeutung von Geschlecht und Möglichkeiten der Geschlechtspräsentation, sowie eine therapeutische Beziehungsgestaltung, in der die Psychotherapeut_innen bereit sind, sich auf Unsicherheiten einzulassen und scheinbare Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen oder in Frage stellen zu lassen.

Themen dieser Fortbildung sind:

  • die Auseinandersetzung mit der Vielfalt von Geschlechtern,
  • die therapeutische und beratende Begleitung gendernonkonformer, genderqueerer und transgeschlechtlicher Klient_innen in ihren Entscheidungen
  • bei Bedarf auch in und nach Transitionsprozessen,
  • die Darstellung der fachlichen Leitlinien in diesem Themenbereich, insbesondere der neuen AWMF-Leitlinie „Geschlechtsdysphorie/ Geschlechtsinkongruenz: Diagnostik, Beratung und Behandlung“,
  • Informationen über Antragstellung für die Psychotherapie,
  • Kooperation in Netzwerken psychosozialer und medizinischer Versorgung (Operateur_innen, Logopäd_innen, MDK, Beratungsstellen etc.)
  • sowie die Selbstreflexion, Rollenübungen und Fallarbeit zum Thema.


Für die Veranstaltung werden Fortbildungspunkte der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer beantragt.

Kosten:
190€ für Studierende oder Therapeut*innen in Ausbildung (5 Plätze)
Normalpreis 360 € (15 Plätze)

Für Fragen und Rückmeldungen:
Kuku Lueb: k.lueb@trans-inter-aktiv.org

In Kooperation mit RosaLinde e.V.

In Zusammenarbeit

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